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Aufbruch nach Schleswig-Holstein (1689 – 1782)
Johann Womelsdorf(f) war 6 Jahre bei seinem Onkel, einem Bruder seines Vaters, in der Lehre, um das Jagd- und Forstwesen zu erlernen. Dieser Onkel war Oberförster in kur-kölnischen Diensten. Der Forstberuf wurde meistens vererbt, er hielt sich in den Familien, wie auch die Nachfolge von Johann beweist.
Nach einer gesicherten Familienüberlieferung ist Johann Wommelsdorf mit 2 Brüdern, alle in Diensten des Landgrafen von Hessen, ins Herzogtum Schleswig, welches damals zum Königreich Dänemark gehörte, gekommen. Er wird zwischen 1710 und 1712 das Wittgensteiner Land verlassen haben.
Johann Wommelsdorf heiratet in Kopenhagen Margarethe Aggerschau (dieser Name ist eingedeutscht, richtig ist Agerskov), sie ist 1700 geboren. Ihr Vater ist der Lohgerber Cay Agerskov. Sie haben 5 Kinder:
1. Johann Heinrich, geb.: 07.07.1731 in Kopenhagen
2. Anna Elisabeth, geb.: 20.02.1734 in Kopenhagen
3. Christian
4. Helene Catharina, geb. in Dixrade
5. Peter Cay, geb.: 20.10.1743 in Dixrade
Seit 1713 dient Johann in der berittenen Leibgarde des Königs in Kopenhagen, wie eine Urkunde anlässlich der Bewerbung zum Hegereiter im Amte Hütten aus dem Jahre 1738 bezeugt. Dort heißt es:
Johann Womelsdorff, Corporal bey der Baron Holck Compagnie in der Guarde zu Pferde, antragend, wasmasen er bey seinem Bruder-Vater, einem Chur-Cölnischen Ober-Förster das Jagt-Wesen in 6 Jahren exerciret, hiernechst 25 Jahre unter der Leib-Guarde zu Pferde gedienet und mit Frau und Kindern versehen wäre.-"
In der Bestallungsurkunde heißt es:
Da der Mit-Supplicant Johann Womelsdorff Uns und Unseres Höchstseeligsten Herrn Vaters Majestäten g.m. so lange allerunterthänigst gedienet, so wird demselben hiermit der vacante Heege-Reiter-Dienst im Amte Hütten allergnädigst conferiret und die behufige Bestallung für ihn unter Unser Allerhöchsten Unterschrift hin anschlüssig remittiret; doch wollen wir für des defuncti Sohn, Georg Johann Rowehr (Anm.: ein Mitbewerber) inskünftig bei verfallender convenablen Gelegenheit Gnade haben.
Friedrichsburg, den 26.ten Junii anno 1738
Ein Gesuch an den dänischen König aus dem Jahre 1755 gibt weitere Einblicke in das Leben des nun 66jährigen Hegereiters:
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